Kitchari – der Alleskönner

Hast du schon mal Kitchari probiert? Kitchari, dieses uralte Traditionsgericht aus der ayurvedischen Küche, ist für mich die perfekte Komfortnahrung, besonders im Winter. Dieses einfache Gericht aus Bohnen & Reis wird auch oft als das indische ‘’Essen für die Seele’’ beschrieben. Es hat zahlreiche heilende & reinigende Eigenschaften. Und daher ist es auch von vielen Yogafestivals nicht wegzudenken. Dabei scheiden sich an Kitchari die Geister oder besser gesagt die Yogis. Einige lieben es und andere suchen schön beim Hören das Weite. Ich liebe es und esse Kitchari oft 2 mal pro Woche. Denn Kitchari ist ein wahrer Alleskönner: es wärmt, macht satt & glücklich.

 

 

Was ist Kitchari?

Kitchari (=Mischung) ist ein indisches Eintopfgericht aus dem asiatischen Subkontinent und aus der ayurvedischen Küche nicht wegzudenken. Es wird angenommen, dass dieses alte Rezept Jahrtausende zurückreicht.
 Die breiartige Mischung aus Hülsenfrucht und Reis ist nährend und gibt viel Vitalität und Kraft. Zudem beruhigt Kitchari, reinigt  das Verdauungssystem und ist leicht zu verdauen. Dadurch hat unser Körper genug Energie, sich selbst zu heilen. Daher wurde Kitchari oft zur Heilung nach Erkrankungen, zur Stärkung der Alten oder sogar als Babybrei verwendet. Heute findet es auch oft bei Reinigungskuren oder in spirituellen Kreisen Verwendung.

 

 

Die tollen Eigenschaften von Kitchari

• hat viele wichtige Nährstoffe wie Proteine & Kohlenhydrate
• enthält alle zehn essentiellen Aminosäuren (Proteine)
• verleiht Kraft und Vitalität.
• wirkt verjüngend
• ist leicht verdaulich
• reinigt die Verdauung
• fördert die Entgiftung
• balanciert alle drei Doshas
• ist ein großartiger Darmreiniger
• die Gewürze fördern die Verdauung
• ist schnell und einfach zuzubereiten
• ist erschwinglich und sättigend

 

 

Kitchari als heilende und reinigende Kur

Kitchari ist nährend, leichtverdaulich und reinigend. Daher ist es ganz wunderbar für holistische Kuren geeeignet und kommt oft als sanfte Reinigungsnahrung für Panchakarma, zum Detox oder auch als Aufbaukur zum Einsatz. 
Kitchari eignet sich also perfekt als Monodiät und ist ganz besonders zu Vata-Zeiten zu empfehlen aufgrund seiner ausgleichenden, wärmenden Wirkung.
 Also super zur Fastenzeit als Frühjahrskur.

Da Kitchari alle zehn essentiellen Aminosäuren enthält, bleibt der Blutzuckerspiegel stabil und es kommt bei einer Fastenkur nicht zum oft üblichen Abfall des Blutzuckerspiegel, der von Kopfschmerzen und anderen üblen Nebenwirkungen begleitet werden kann. So wird der Körper nicht noch unnötig unter Stress gesetzt und kann sich voll und ganz der Heilung und Reinigung widmen. Bei einer Kitcharikur wird drei Mal am Tag Kitchari gegessen, das am besten jeden Tag frisch zubereitet wird.

 

 

Rezept

Es gibt eine Unmengen von Rezepten für Kitchari. Ich benutze entweder die grünen Mungbohnen oder gespaltene gelbe Mungbohnen (Mung-Dhal).  Diese sind  leichter zu verdauen. Man kann natürlich auch anderes Dhals nehmen. Jedoch ist die sogenannte Königing unter den Hülsenfrüchten am verträglichsten.

 

Einweichzeit: 6-12 Stunden
Zubereitungszeit: 70 Min
Portionen: 4

 

Zutaten

• 1 Tasse ganze grüne Mungbohnen (6-12 Stunden in Wasser eingeweicht)
• 1 Tasse Basmati-Reis
• 5-6 Tassen Wasser
• 2-3 Knoblauchzehen (fein gehackt)
• 3 cm Ingwer (fein gehackt)
• 2 EL (veganes) Ghee (oder Sesamöl)
• ½ EL Hing/Asafoetida (Glutenfrei & bio)*
• 1 TL Kurkuma
• ½ EL Kreuzkümmel (ganz)
• 1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
• ½ EL Korianderpulver
• 1 Prise Chilipulver
• ½ TL grober schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)
• 1 TL Salz oder auch gerne mit schwarzem Salz varieren
• 
eine Portion Liebe 

 

Zubereitung

1. Die Mungbohnen abspülen und über Nacht einweichen (6-12 Stunden).
2. Kreuzkümmel (ganz) in einem mittelgroßen Topf leicht anrösten bis die Samen zu knistern beginnen
3. Dann Ghee, Kurkuma, Koriander, Hing, Kreuzkümmel (gem.)  hinzugeben und verrühren.  Ca eine Minute bei kleiner Flamme erhitzen.
4. Anschließend Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer hinzufügen und umrühren. Ca. 3 Minuten kochen lassen.
5. Die Mungbohnen in ein Sieb geben, nochmal mit kaltem Wasser abwaschen und dann in die Gewürzmischung einrühren.
6. Danach die Tasse Basmatireis hinzufügen und unterrühren und zuletzt das Wasser hinzufügen.
7. Zum Kochen bringen und abgedeckt bei schwacher Hitze ca. 40 bis 60 Minuten garen, bis die Mungbohnen weich sind.
8. Falls es suppiger sein soll, Wasser hinzugeben. Dann noch mal abschmecken und evtl. etwas nachwürzen.
9. Optional kann natürlich noch Gemüse hinzugefügt werden wie Möhren, Spinat, oder Süßkartoffeln.
10. Oder Gemüse separat dazu kochen.
11. Zum Schluss salzen
13. Mit Liebe kochen & servieren

* Besonders beim Hing würde ich Bioqualität empfehlen. Das Hing aus dem Asia-Shop enthält meist Weizenmehl (Gluten) und andere Zusätze *

 

 

Sat Nam!

 

Cordula